Juniorchefinnen

Friederike und Simone Strate, DetmoldHier aus Zeitnot nur ein kurzer Hinweis: Heute läuft in 1LIVE ein Stück von mir zum Thema "Weibliche Unternehmensnachfolge". Dafür habe ich u.a. mit Sophia von Rundstedt und den Strate-Schwestern gesprochen - sehr interessant!

Was liest denn...Zoe Jenny?

Die Schweizer Schriftstellerin Zoe Jenny ist ein großer Fan von Ian McEwan - ich traf sie vor einem Monat auf der Frankfurter Buchmesse, wo sie mir von der ersten Nacht zweier schrecklich verklemmter Brautleute in McEwans "Am Strand" vorschwärmte: "Das ist wirklich großartig von McEwan getroffen: unfassbar genau, unglaublich präzise, sehr schmerzhaft, sehr glaubwürdig."

Fische im Stau?

Gibt's nicht. Das und mehr bei Reinhardts kleinem Stau-Quiz. (Freitag unter erschwerten Bedingungen fabriziert - gleich nach einem reinen Radiostück zur wirklich ganz großartigen "Material Connexion").

Auto-Erotik

...vom Feinsten liefert uns hier meine liebe 1LIVE-Kollegin Steffi Lachnit (aka "das Landkind"). Selten wurde die Liebe zur Karre so poetisch zu Papier gebracht. Steffi tourte damit samt Bruder und Freundin Tine durch Frankreich, Spanien und Portugal - fünf Wochen lang. Mein Lieblingsmotiv der Bildergalerie ist übrigens der Blick in den Bord-Kühlschrank. Hmmm, lecker!

Aber eins ist mal glasklar: Das ist nix für mich. Fünf Wochen Campingurlaub? Da kann ich ja gleich durch Indien trampen. *insider* :-)

"Hyperventilierend hinter der Schreibmaschine"

Nee hoor, da werden sich Hollands Blogger aber freuen! Die 29-jährige Juristin Wanda Perez hat mit ihrem Essay "Een blog voor je kop" den Martin-van-Amerongen-Preis gewonnen (ausgelobt vom traditionsreichen Kulturmagazin "De Groene Amsterdammer"). Darin lässt sie kein gutes Haar an publizistischen Laien wie Bürgerjournalisten und Hobby-Bloggern:

"Der durchschnittliche Blogger sieht seine Berufung im Ausstoß eines permanenten Stroms an Beleidigungen und Verwünschungen. Er lebt durch den Ausdruck seines niveaulosen Hasses, den er dank der sich im Netz bietenden Anonymität ungehindert in die Welt speien kann. Der Blogger ist die rächende Hand des unzufriedenen Bürgers, verstrickt in einen digitalen Guerillakrieg gegen alles, was nach Autorität riecht. Er ist damit das typische Post-Pim-Phänomen."

Wie sollten Zeitungsmacher also darauf reagieren? Perez zitiert Martin van Amerongen selbst, den EX-Chefredakteur des Magazins: "Geht als Redakteure von Tages- und Wochenzeitungen den Lesern unbedingt aus dem Weg - sonst sitzt ihr danach zwei volle Wochen hyperventilierend hinter der Schreibmaschine."

Interview mit Julia Franck

Da gerade unterwegs in Wien ("Sperl", "Hawelka", Leopold Museum - großartig!) hier nur eine kurze Notiz: Dieses Wochenende in der Printausgabe der NRZ (und hier) der erste Teil des Interviews mit Buchpreis-Gewinnerin Julia Franck (btw: sehr schöne Stimme), die ich am 13. Oktober in Frankfurt auf der Buchmesse traf.

Frau Reinhardt, der EU-Kommissar...

...und ein nettes kleines Treffen auf der Frankfurter Buchmesse. Leonard Orban ist ein sympathischer Typ, wir hatten allerdings leider kaum Zeit, in Ruhe zu sprechen. Das Kurzinterview ist aktuelle Beigabe zum 1LIVE-Europa-Dossier, weil man sich ja heute und morgen in Lissabon trifft.

*schepper*

Fühl mich kurz vor Ende der Buchmessenwoche so klapprig wie ein alter Blecheimer. Füße tun weh, Schultern tun weh, Haut spannt, Augen brennen und der geisterhafte Husten, der mich jetzt schon seit drei (!) Wochen plagt, geht so natürlich auch nicht weg. Die Messe war trotzdem fast "meine beste" seit 1999: Ich habe einen Haufen junger Autoren getroffen, fast alle Gespräche haben Spaß gemacht (Alexa Hennig von Lange, John von Düffel, Zoe Jenny, Michel Birbaek, Jess Jochimsen und die diesjährige Buchpreis-Gewinnerin Julia Franck). Außerdem habe ich für 1LIVE eine "Mein Tag"- Reihe mit einer Verlagsfrau gemacht und wurde nochmal daran erinnert, wie lange ich selbst Teil der Branche war - und warum ich das jetzt gottseidank nicht mehr bin. :-) Ich habe miterlebt, wie Martin Walser den ollen Thomas Gottschalk an die Wand witzelte (kein Witz), ich wurde von einem mürrischen Joschka Fischer sehr erfolgreich ignoriert und habe eine ganze Latte interessanter Bücher aufgetan (okay, das hier gehört definitiv nicht dazu! Ich wurde zur Rezension genötigt!). Das Schönste kam immer am Schluss: Dann konnte ich nämlich jedes Mal wieder mit dem ICE ratzfatz wieder heim nach Köln düsen. So, jetzt aber - Dusche.

Heinrichs Marathon

Verbrachte einen großartigen Tag in der Sonne und begleitete Frau Heinrich beim Köln Marathon. Dabei hat's mich teilweise schwer ergriffen. Schon komisch: Da könnt ihr Schiffe absaufen, Herzen brechen und Helden sterben lassen, auf Breitwand, in Dolby Surround, mit schluchzenden Geigen - ich bleib cool. Aber beim Zieleinlauf verschwitzter Hobbyjogger kommen mir zuverlässig die Tränen.

Warum ich E-Mail liebe...

...und Briefen keine Träne nachweine, erkläre ich hier. Kleiner Spaßauftrag für Frau Lachnit und mich. Und wir sind wohl altmodisch: Hocken Steffi und ich da gestern vor unsern Rechnern und schwelgen in Erinnerungen an romantische Zettel - und die Kollegin, (Anfang 20) lacht uns aus: "Also, ich könnt's nicht haben, wenn mich einer anmailt oder anruft! Das wär mir zu aufdringlich. Die sollen alle erstmal schön simsen." Tja.

young, urban ...professional?

Auf Einladung des Deutschlandfunks war ich gestern in Bonn und habe bei einer Live-Diskussion im Radio in einer ehrenvoll ergrauten Runde als "junge Urbane" fungiert.

Das Thema der Sendung aus der Reihe "Journal am Vormittag - Lebenszeit" war:

"Alt gegen jung? Wie sieht die Stadt der Zukunft aus"
[28.09.2007, 10:10-11:30h, Details hier]

Hintergrund: Steffi Lachnit und ich waren zehn Folgen lang für die 1LIVE-Serie "Stadt statt Land?" unterwegs, Steffi als Landkind und ich als Stadtkind, Details dazu auch hier im Blog. Und prompt hält man uns jetzt für Expertinnen. :-)

Wer reinhören will, klickt hier (mp3). Dem aufmerksamen Zuhörer wird nicht entgehen, dass Reinhardt schwerst erkältet ist (ich bekam kaum Luft) und dass sie wohl irgendwas genommen hat (war wohl doch zuviel Hustensaft), denn sie bekommt kaum einen Satz korrekt formuliert (Nachweis: 00:10:25, 00:35:20, 00:42:26, 01:01:25, 01:08:10) Egal. Hat trotzdem Spaß gemacht - Talkgast, ein netter Job.

Schnickschnack

moleskineJa, das iPhone sieht gut aus, ja, es kann sicher alles Mögliche - aber nachdem mir mein Portemonnaie geklaut wurde, bin ich doch eher für "Streuung", also viele kleine Geräte, die man hoffentlich nicht alle gleichzeitig los ist. Oder, klar, sobald wie machbar - Implantate.

Bis dahin schwöre ich auf meinen guten alten Wochenkalender (ja genau, so einer. ich steh dazu, die Dinger sind klasse) und mein kleines Adressbuch. Warum? Das Buch klaut keiner, das Handy schon. Und soll der Arsch etwa auch noch die vertraulichen Nummern bekommen? No way!

Rock'n Roll is dead

Ha! Sagte ich gestern Story of my life? Genau vor zehn Jahren stand ich genau hier hinter der Bar und mixte u.a. genau ebenjenem Herrn am frühen Abend die ersten Drinks, bis dann alle (eher schon am frühen Morgen) zu Strömen von Schampus und Sigue Sigue Sputnik im Malkasten-Gewölbe abgingen wie Schmidt's Katze. Und jetzt trifft man sich an genau gleicher Stelle wieder und macht brave Interviews am späten Vormittag. Rock'n Roll is dead.

Anne Will

...kann auf Kommando "leuchten", wie Sie dem Zeit-Magazin steckte. Sonntagabend war sie zeitweise zwar eher wie gedimmt - aber wie sie Rüttgers und Beck gegeneinander ausspielte, war schon spaßig - hier Reinhardts Kurzkritik dazu.

Tacker im Paradies

Telefonbuch, Bibel, Gebrauchsanweisungen - kann man alles rezensieren. Ich hab's mit dem IKEA-Katalog gemacht und Ingvar Kamprads Ghostwriter gefunden.

Derartig inspiriert kramte ich dann nach langer Zeit mal wieder in den Büchern des literarischen Brat Packs. Ganzer Sonntagabend ging dabei drauf! Mein Favourite war ja immer Jay McInerney. Den verbindet man zwar vor allem mit seinem Debüt "Bright Lights, Big City", aber das famose "Ich nun wieder" fand ich mit Anfang 20 natürlich viel cooler - wie der Originaltital schon sagt: DAS war die "Story of my life"!

Suche

 

Credits


xml version of this page

Lese gerade...


Jonathan Franzen
Die Korrekturen



Raymond Merritt, Miles Barth
Tausend Hunde


Manfred Wieninger
Kalte Monde

Bookmarks

Beschallt von...


Udo Lindenberg
Stark Wie Zwei



Mercan Dede
800

Status

Online seit 6767 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 16. Feb, 21:54

Impressum

Verantwortlich im Sinne von § 10 MDStV:
-----------------------
A. Reinhardt
Kulturjournalistin
Print | Online | Hörfunk
-----------------------
Kontakt:
angie (dot) reinhardt (at) gmx (dot) de

Ansonsten gibt es auf Spreeblick eine wunderbare Zusammenfassung zum Thema Urheberrecht, Zitate, Disclaimer & Co. Genauso halte ich es auch.

Arbeit & Leben
Fundstücke
Holland in Not
Interviews & Porträts
Jugend von heute
My Second 1LIVE
Reinhardt on tour
Speerspitze der Popkultur
Stadt statt Land
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren