Fühl mich kurz vor Ende der Buchmessenwoche so klapprig wie ein alter Blecheimer. Füße tun weh, Schultern tun weh, Haut spannt, Augen brennen und der geisterhafte Husten, der mich jetzt schon seit drei (!) Wochen plagt, geht
so natürlich auch nicht weg. Die Messe war trotzdem fast "meine beste" seit 1999: Ich habe einen Haufen junger Autoren getroffen, fast alle Gespräche haben Spaß gemacht (
Alexa Hennig von Lange, John von Düffel, Zoe Jenny, Michel Birbaek, Jess Jochimsen und die diesjährige Buchpreis-Gewinnerin
Julia Franck). Außerdem habe ich für 1LIVE eine "Mein Tag"- Reihe mit einer Verlagsfrau gemacht und wurde nochmal daran erinnert, wie lange ich selbst Teil der Branche war - und warum ich das jetzt gottseidank nicht mehr bin. :-) Ich habe miterlebt, wie
Martin Walser den ollen
Thomas Gottschalk an die Wand witzelte (
kein Witz), ich wurde von einem mürrischen
Joschka Fischer sehr erfolgreich ignoriert und habe eine ganze Latte interessanter Bücher aufgetan (okay,
das hier gehört definitiv nicht dazu! Ich wurde zur Rezension genötigt!). Das Schönste kam immer am Schluss: Dann konnte ich nämlich jedes Mal wieder mit dem ICE ratzfatz wieder heim nach Köln düsen. So, jetzt aber - Dusche.
AReinhardt - 13. Okt, 16:21